Wer hat Carmen Spier entführt? Das war die zentrale Frage bei der „virtuellen Aktion“ 2010, an der mehrere Sippen des Landesverbandes teilnahmen. Virtuell bedeutet in diesem Fall, dass die Sippen zuhause am PC ihre Aufgaben erhielten und die Lösungen per Mail an Herrn Kommissar Bauernfeind schickten, der sich pünktlich um Punkt 10 Uhr morgens bei den Gruppen meldete. Die erste Aufgabe war, wie es sich für richtige Detektive gehört, eine unauffällige Verkleidung zuzulegen. Die Ergebnisse dieses Tests kann man auf der nächsten Seite bewundern. Im Laufe des Morgens mussten die Nachwuchsdetektive nun Tatortfotos auswerten, sowie die Zusammensetzung von Carmens Erbrochenem erarbeiten und auf Basis dieser Ergebnisse ein Mittagessen zubereiten. Am Nachmittag meldete sich der Entführer per Mail und forderte 100.000 Euro Lösegeld. Die Parole lautete also: Möglichst schnell Geld verdienen. Durch die Stellenanzeigen, die ebenfalls per elektronischer Post im Briefkasten landeten, konnten alle Sippen einen Job als „Klinkenputzer“ (Lohn: 10.000 Euro pro Klinke) oder als Schneeschipper (ebenfalls 10.000 Euro) ergattern und so das Lösegeld schnell sammeln. Zwischenzeitlich gab es auch schon eine Reihe von Verdächtigen: Der Entführer hatte wohl seinen Terminplaner verloren, der einen Verweis zu diversen Benutzerprofilen bei wer-kennt-wen.de enthielt. Manchmal spielt eben auch der Zufall eine wichtige Rolle. Anhand der Mails, die den Entführer als Legastheniker entlarvten, sowie die auf den Tatortfotos erkenntliche Liebe zu „Balkan Beats“, war nach kurzer Zeit Meilieber Scholli als Täter identifiziert. Schließlich erhielten die Sippen gegen 16.30 Uhr ein Video, dass Kommissar Bauernfeind bei der Festnahme von Meilieber Scholli sowie der Befreiung unserer werten Landesbeauftragten für die Pfadfinderstufe zeigte. Die Detektive haben also wieder einmal gute Arbeit geleistet.



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